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LVIS Recherche - Niederschrift
13. Landschaftsversammlung 2009-2014
Niederschrift
über die 22. Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses
am 04.12.2013 in Köln, Landeshaus
- öffentlicher Teil -
Anwesend vom Gremium:
CDU
Dr. Ammermann, Gert
Diekmann, Klaus (für Hendele, Thomas)
Jülich, Urban-Josef
Loepp, Helga
Schavier, Karl
Schittges, Winfried (MdL) (Vorsitzender)
Stefer, Michael
Stricker, Günter
Tschepe Heidemarie (für Naumann, Jochen)
Zimball, Wolfgang
SPD
Böll, Thomas
Joebges, Heinz
Kaske, Axel
Keil, Karl-Josef
Dr. Klose, Hans
Kösling, Klaus
Soloch, Barbara
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Fliß, Rolf
Klemm, Ralf (für Petring, Jens)
Kresse, Martin
Zsack-Möllmann, Martina (für Schmitt-Promny M.A., Karin)
FDP
Becker-Blonigen, Werner
Effertz, Lars Oliver
Runkler, Hans-Otto
Die Linke.
Detjen, Ulrike
FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE
Bayer, Udo
zur Berichterstattung:
Verwaltung:
Frau Hötte Erste Landesrätin und LVR-Dezernentin Finanzen
und Immobilienmanagement
Frau Hoffmann-Badache LVR-Dezernentin Soziales und Integration
Frau Karabaic LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt
Herr Leicht Leiter LVR-Fachbereich Rechnungsprüfung
Herr Dannat Leiter LVR-Fachbereich Recht, Versicherungen und Innenrevision
Herr Soethout Leiter LVR-Fachbereich Finanzmanagement
Herr Althoff Leiter LVR-Fachbereich Gebäude- und Liegenschaftsmanagement
Frau Sprenger Persönliche Referentin des Vorsitzenden der Landschaftsversammlung
Frau Andres Persönliche Referentin Erste Landesrätin
Frau Petry LVR-Fachbereich Kommunikation
Herr Pleus LVR-Fachbereich Landschaftsversammlung, Repräsentation, Beschwerden
Herr Brandt LVR-Fachbereich Finanzmanagement
Frau Esser LVR-Fachbereich Finanzmanagement
Herr Hofenbitzer LVR-Fachbereich Finanzmanagement
Herr Pfaff LVR-Fachbereich Finanzmanagement (Protokoll)
Herr Schneider LVR-Fachbereich Finanzmanagement (zu Punkt 8)
Herr Schulz LVR-Fachbereich Finanzmanagement
Herr Kreacsik LVR-Fachbereich Wirtschaftliche Steuerung - Dezernat 8 -
Frau Wildanger LVR-Fachbereich Schulen
Personalvertretung (zum öffentlichen Sitzungsteil)
Herr Mißbach Gesamtjugend- und auszubildendenvertretung
Herr Scherer Gesamtjugend- und auszubildendenvertretung

T a g e s o r d n u n g

 

Öffentliche Sitzung
Beratungsgrundlage
1.
Anerkennung der Tagesordnung

 

2.
Niederschrift über die 21. Sitzung vom 07.10.2013

 

Nichtöffentliche Sitzung
Beratungsgrundlage
3.
Niederschrift über die 21. Sitzung vom 07.10.2013

 

4.
Beteiligungen

 

4.1.
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre (VkA)

 

4.1.1.
Kenntnisnahme über die Tagesordnung der Gesellschafterversammlung der VkA GmbH vom 21.11.2013
13/3299

 

4.1.2.
Berichterstattung über die Gesellschafterversammlung der VkA vom 21.11.2013

 

4.2.
RW Holding Aktiengesellschaft;
hier: Neustrukturierung der RW Holding Aktiengesellschaft (RWH)
13/3121

 

4.3.
Provinzial Rheinland Holding

 

4.3.1.
Kenntnisnahme über die Tagesordnung der ordentlichen Gewährträgerversammlung der Provinzial Rheinland Holding vom 11.10.2013
13/3302

 

4.3.2.
Vorberatung der Tagesordnung der ordentlichen Gewährträgerversammlung der Provinzial Rheinland Holding am 19.12.2013
13/3300

 

5.
Quartalsreport der Beteiligungsverwaltung zu den wirtschaftlichen Beteiligungen und eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen des LVR zum 30.09.2013
13/3301

 

6.
Stiftungsengagement des LVR;
hier: Überblick über die finanzwirtschaftliche Situation der Stiftungen und daraus resultierende finanzielle Risiken für den LVR
13/3281

 

7.
Anmietung von Büroräumen für LVR-InfoKom im KölnTriangle der Rheinischen Versorgungskassen sowie den Constantin Höfen in Köln-Deutz
13/3329

 

8.
Präsentation des LVR-Gesamtabschlusses zum 31.12.2012

 

9.
Bericht über die Prüfung des Personalmanagements im LVR-FB Recht
13/3154/1

 

10.
Anfragen und Anträge

 

11.
Mitteilungen der Verwaltung

 

12.
Verschiedenes

 

Öffentliche Sitzung
Beratungsgrundlage
13.
Berichterstattung aus den Netzwerkprojekten

 

14.
LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe, Netzwerk Industriekultur im LVR;
hier: Abschluss einer Ergänzungsvereinbarung zur Unterstützung des Museums Zinkhütter Hof in Stolberg

 

15.
Preußen-Museum Wesel: Sachstandsbericht und Vorschlag zur Übernahme des Museums durch den LVR

 

16.
Langfristige Planung der Investitionen im Kulturbereich, Entwicklungskonzeptionen der LVR-Kulturdienststellen

 

17.
Neues Förderverfahren für Kinder mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen (Kindpauschale)

 

18.
Therapeutisches Personal an den LVR-Förderschulen

 

19.
Rahmenzielvereinbarung Wohnen II

 

20.
Tagesgestaltende Leistungen

 

21.
Gesetzentwurf der Landesregierung zum Altenpflegesetz und Wohn- und Teilhabegesetz (GEPA NRW)

 

22.
Satzung über die Zuweisung von Mitteln der Ausgleichsabgabe an die örtlichen Fürsorgestellen im Rheinland für das Jahr 2014 (Ausgleichsabgabesatzung 2014)

 

23.
Finanzielle Leistungen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe an Einrichtungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - Förderung von Werkstätten für behinderte Menschen

 

24.
LVR-Budget für Arbeit;
hier: Übergang 500 plus - mit dem LVR-Kombilohn
13/3216

 

25.
Beteiligungsbericht des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zum 31.12.2012

 

26.
Tariftreue- und Vergabegesetz NRW und Rechtsverordnung;
hier: Überblick über die gesetzlichen Regelungsinhalte und Umsetzung im Vergabebereich des LVR

 

27.
Feststellung des Jahresabschlusses für das Haushaltsjahr 2012 des Landschaftsverbandes Rheinland, Beschluss über die Behandlung des Jahresfehlbetrages und Entlastung der LVR- Direktorin

 

28.
Haushalt 2013

 

28.1.
Überplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen von Forderungen des Landes Nordrhein-Westfalen für die Jahre 2009 bis 2011 aus der Abrechnung der Einheitslasten

 

28.2.
Bereitstellung von überplanmäßigen Mitteln im Produktbereich 05 Soziale Leistungen

 

29.
Haushaltssatzung für das Jahr 2014 mit Haushaltsplan und Anlagen

 

29.1.
Anträge der Fraktionen

 

29.1.1.
Haushalt 2014;
Rahmenvertrag NRW nach § 78 SGB VIII im Sinne der Aufgabenerfüllung der Einrichtungen verhandeln
13/263 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.2.
Haushalt 2014
Änderungsantrag zum Antrag 13/264 "Hilfeansprüche für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung bekannt machen"
13/297 CDU

 

29.1.3.
Haushalt 2014;
Hilfsansprüche für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung bekannt machen
13/264 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.4.
Haushalt 2014;
Konzept Kostenübernahme zur Teilnahme an Angeboten von Förderschulen
13/265 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.5.
Haushalt 2014;
Kompetenz im Bereich Autismus-Spektrum-Störungen stärken
13/266 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.6.
Haushalt 2014;
Einarbeitungsprogramm Ärztinnen und Ärzte
13/267 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.7.
Haushalt 2014
Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung
hier: Änderungsantrag zum Antrag 13/268
13/289 CDU

 

29.1.8.
Haushalt 2014;
Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung
13/268 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.9.
Haushalt 2014;
Integrationsbeauftragte der LVR-Kliniken stärken
13/269 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.10.
Haushalt 2014;
Barrierefreie Vermittlung der Fachangebote in der Kulturarbeit des LVR
13/270 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.11.
Haushalt 2014;
Klimaschutzkonzept LVR
13/271 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.12.
Haushalt 2014;
Arbeitsangebote für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen
13/272 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.13.
Haushalt 2014;
Beschäftigungsmöglichkeiten im LVR für Werkstattbeschäftigte
13/273 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.14.
Haushalt 2014;
KipE - Kinder psychisch kranker Eltern
13/274/1 GRÜNE, SPD, FDP

 

29.1.15.
Haushalt 2014;
Förderung von Kooperationen zwischen Förderschulen, Regelschulen sowie weiteren Projektpartnern zur Unterstützung der Entwicklung eines inklusiven Schulwesens
13/275 GRÜNE, SPD, FDP

 

29.1.16.
Haushalt 2014;
Geschlechtsspezifische Medikation von Psychopharmaka
13/276 GRÜNE, SPD, FDP

 

29.1.17.
Ergänzungsantrag zum Antrag Nr.13/278: Haushalt 2014;
"Modellprojekt zur Schaffung von Frauenbeauftragten als Expertinnen in eigener Sache im Rheinland"

 

29.1.18.
Haushalt 2014;
Modellprojekt zur Schaffung von Frauenbeauftragten als Expertinnen in eigener Sache im Rheinland
13/278 GRÜNE, FDP, SPD

 

29.1.19.
Haushalt 2014;
Personalentwicklung und -finanzierung
13/280 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.20.
Haushalt 2014;
Werkstätten inklusiv weiterentwickeln sowie Projekte und Modellvorhaben im Bereich Arbeit und Beschäftigung auswerten
13/281 FDP, GRÜNE, SPD

 

29.1.21.
Haushalt 2014;
Umweltfreundliche Baumaterialien
13/282 FDP, GRÜNE, SPD

 

29.1.22.
Haushalt 2014;
Finanzielle Förderung von Ferienmaßnahmen für Menschen mit Behinderung inklusiv weiterentwickeln
13/285 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.23.
Haushalt 2014
Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung weiterentwickeln
Personenzentrierte Arbeit der Heilpädagogischen Zentren (HPZ) der HPH-Netze weiterentwickeln
13/299 CDU

 

29.1.24.
Haushalt 2014;
Tagesstrukturierende Angebote für Menschen mit Behinderung weiterentwickeln
13/286 SPD, GRÜNE, FDP

 

29.1.25.
Haushalt 2014: Befristete Beschäftigungsverhältnisse reduzieren

 

29.1.26.
Haushalt 2014;
Sonderbauprogramm für die anstehenden Baumaßnahmen in den kommenden Jahren in den LVR-Förderschulen
13/293 CDU

 

29.1.27.
Haushalt 2014
Prüfung zur Einführung von Klick-Sonar
13/296 CDU

 

29.1.28.
Haushalt 2014
Zuschuss für Beschäftigte im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)beim LVR
13/298 CDU

 

29.1.29.
Haushalt 2014
Produktgruppe 077
LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe im Rheinland
13/301 CDU

 

29.1.30.
Haushalt 2014
Zukünftige Finanzierung der Gebärdendolmetscher beim LVR
13/302 CDU

 

29.2.
Ausführungsbestimmungen zum Haushalt 2014

 

29.3.
Haushalt 2014
hier: Zuständigkeiten des Finanz- und Wirtschaftsausschusses
13/3133/1

 

29.4.
Einwendungen gegen die Haushaltssatzung des Landschaftsverbandes Rheinland für das Haushaltsjahr 2014

 

29.5.
Haushalt 2014 einschließlich Veränderungsnachweis

 

29.6.
Wirtschaftsplanentwürfe 2014

 

29.6.1.
Wirtschaftsplanentwurf 2014 LVR-InfoKom

 

29.6.2.
Wirtschaftsplanentwurf 2014 der LVR-Jugendhilfe Rheinland

 

29.6.3.
Wirtschaftsplanentwürfe 2014 sowie Veränderungsnachweise zu den Wirtschaftsplänen 2014 des LVR-Klinikverbundes

 

29.6.4.
Wirtschaftsplanentwürfe 2014 sowie Veränderungsnachweise zu den Wirtschaftsplänen 2014 des LVR-Verbundes Heilpädagogischer Hilfen

 

30.
Anfragen und Anträge

 

30.1.
Anträge und Anfragen der Fraktionen
Auswirkungen auf die LVR-HPH-Netze gemäß Vorlage 13/3258

 

30.2.
Anträge und Anfragen der Fraktionen
Fehlende Darstellung der anzunehmenden Erhöhung der Vergütungstarife 2014 im Haushalt der LVR-Kliniken und -HPH-Netze

 

31.
Mitteilungen der Verwaltung

 

32.
Verschiedenes

 

Beginn der Sitzung:09:30 AM Uhr
Ende der Sitzung:11:55 AM Uhr




Öffentliche Sitzung

Punkt 1
Anerkennung der Tagesordnung

Herr Schittges weist zu Beginn der Sitzung darauf hin, dass folgende Unterlagen ausgelegt worden seien:
1. 1. Aktualisierte Tagesordnung
2. Vorlagen 13/3300 und 13/3306
3. Anlage zum Quartalsreport
4. Schreiben von Minister Groschek vom 19. November 2013 zum Preußen-Museum
5. die aktuelle Vorlage 13/3326 als Anlage zur Vorlage 13/3298
6. Liste der Anträge zum Haushalt 2014 sowie die Anträge.

Im Übrigen seien die in der Einladung mit "folgt" ausgewiesenen Unterlagen bereits vorab nachgereicht worden.

Unter Einbeziehung der Bitte von Herrn Dr. Ammermann, den Punkt 29.1.28 (Antrag 13/299) wegen des sachlichen Zusammenhanges vor Punkt 29.1.23 (Antrag Nr. 13/286) zu setzen, werden auch die unter Punkt 29 ansonsten zum Haushalt 2014 gestellten Ergänzungs- bzw. Änderungsanträge in der Tagesordnung den jeweils zuzuordnenden Anträgen vorangestellt. Unter Berücksichtigung der sich daraus ergebenden Änderungen ist der Finanz- und Wirtschaftsausschuss mit der aktualisierten Tagesordnung einverstanden.


Punkt 2
Niederschrift über die 21. Sitzung vom 07.10.2013

Gegen die Niederschrift werden keine Einwände erhoben.


Punkt 13
Berichterstattung aus den Netzwerkprojekten

Frau Karabaic berichtet zum Projekt "Zentrum für verfemte Künste" in Solingen, dass sich das Innenministerium mit Blick auf eine weiterhin fehlende Stellungnahme der Stiftungsaufsicht nunmehr erst bis zum 31.01.2014 bzgl. der Genehmigung der Beteiligung des LVR und der Stadt Solingen an der beabsichtigten GmbH äußern wolle. In vertraglicher Hinsicht werde sich der LVR entscheiden müssen, ob und in welcher Form die von der Stadt Solingen vorgeschlagenen Änderungen zu den Entwürfen von Kooperations- und Gesellschaftsvertrag mitgetragen würden.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.


Punkt 14
LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe, Netzwerk Industriekultur im LVR;
hier: Abschluss einer Ergänzungsvereinbarung zur Unterstützung des Museums Zinkhütter Hof in Stolberg
Vorlage 13/3236

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Der Ergänzungsvereinbarung zum Vertrag vom 21.12.2010 zwischen der Stadt Stolberg, dem Verein "Gesellschaft zur Förderung des Museums für Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region Aachen in Stolberg, Zinkhütter Hof e.V." und dem Landschaftsverband Rheinland wird gemäß Vorlage Nr. 13/3236 zugestimmt.


Punkt 15
Preußen-Museum Wesel: Sachstandsbericht und Vorschlag zur Übernahme des Museums durch den LVR
Vorlage 13/3270/1

Herr Dr. Ammermann merkt an, dass sich die CDU-Fraktion dieser bereits bestehenden Einrichtung verpflichtet fühle und den vorliegenden Beschlussentwurf daher entsprechend unterstütze. Insofern begrüße seine Fraktion die gemeinsame Positionierung mit dem LWL sowie die Erweiterung des Museumsspektrums.
Zur Frage von Frau Detjen, wie sich der LWL bezüglich der Übernahme weiter verhalte, führt Frau Karabaic aus, dass eine Beschlussfassung im Landschaftsausschuss des LWL - allerdings auf Basis einer vom LVR abweichenden Beschlussvorlage - am 20.12.2013 vorgesehen sei; an der Haltung des LVR ändere dies jedoch nichts.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Der Sachstandsbericht zum Preußen-Museum Wesel wird gemäß Vorlage 13/3270/1 zur Kenntnis genommen.

2. Der Übernahme des Preußen-Museums Wesel durch den LVR wird unter Berücksichtigung der folgenden Eckpunkte zugestimmt:

- Aufteilung des Stiftungskapitals der Stiftung Preußen-Museum zu gleichen Teilen zwischen dem LVR und dem LWL; Vereinbarung aller diesbezüglichen vertraglichen Regelungen in Abstimmung zwischen den seitens der Stiftung Beteiligten und der Stiftungsaufsicht.

- Ablösung aller bestehenden Verbindlichkeiten der Stiftung durch das Land NRW vor Übernahme des anteiligen Stiftungskapitals.

- Herstellung der Mängelfreiheit der Weseler Liegenschaft vor Übergabe in Verantwortung durch das Land.

- Einbringung des Kapitals und Übernahme der Liegenschaft in eine "rheinische" LVR-Förderstiftung; Verwendung der Kapitalerträge zur Teilfinanzierung des dauerhaften Betriebs des Museums auf vertraglicher Grundlage in Trägerschaft des LVR.

- Die Besetzung der Gremien der "Rheinischen Stiftung" soll aus verwaltungsökonomischen Gründen personenidentisch zur Sozial- und Kulturstiftung des LVR erfolgen. Dies ist in den abzuschließenden Verträgen zu verankern.

- Beteiligung von Stadt und Kreis Wesel bei Fragen der Museumsentwicklung im Rahmen eines neu zu bildenden Fachbeirates des Museums.

- Übergang der am Standort Wesel Beschäftigten auf den LVR.

- Übernahme der Exponate der Dauerausstellung in Wesel durch die "rheinische" Stiftung und einvernehmliche Regelung mit dem LWL zu den Depotbeständen unter Verzicht auf Wertausgleich.

- Förderunschädliche konzeptionsbedingte Nutzungserweiterung des Museumsgebäudes.

- Schrittweise Realisierung einer inhaltlich-konzeptionellen Neuorientierung des Museums mit der Perspektive eines LVR-Museums zur Geschichte am Niederrhein. Die inhaltliche Neuausrichtung des derzeitigen Preußen-Museums soll dem kultur-, kunst- und landesgeschichtlichen Befund Rechnung tragen, dass die Geschichte des niederrheinischen Raumes über seine Bedeutung als westlichster Vorposten der brandenburg-preußischen Politik seit dem frühen 17. Jahrhundert selbstverständlich weit hinausgeht. Es soll auf der Basis der weit fortgeschrittenen wissenschaftlichen Forschung die Bedeutung dieser Region unter allen relevanten kunst-, architektur-, kultur- und landesgeschichtlichen Facetten darstellen. Dabei sind die zahlreichen historischen Verflechtungen mit dem niederländischen Raum zu berücksichtigen, wie überhaupt die europäische Dimension der niederrheinischen Geschichte und Kultur wesentlich stärker in den Blick zu nehmen ist. Dennoch soll bei dieser inhaltlichen Neuausrichtung auch künftig die unbestreitbar wichtige geschichtliche Rolle Preußens am Niederrhein und der Stadt Wesel als preußische Festungs- und Garnisonsstadt ihren Platz behalten. Das thematisch deutlich erweiterte Konzept des künftigen Museums in Wesel soll sich auch in einem veränderten Museumsnamen niederschlagen.

- Aufnahme der in der Vorlage 13/3270/1 enthaltenen Ansätze für Erträge, Aufwendungen und investive Auszahlungen in den Veränderungsnachweis zum Entwurf des Haushaltes 2014.



Punkt 16
Langfristige Planung der Investitionen im Kulturbereich, Entwicklungskonzeptionen der LVR-Kulturdienststellen
Vorlage 13/3223

Herr Dr. Ammermann bittet zu den beiden Beschlussziffern um getrennte Abstimmung, weil die CDU-Fraktion nicht allen Punkten zustimmen könne.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst zu Ziffer 1 einstimmig und zu Ziffer 2 mehrheitlich gegen die Fraktionen der CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:


1. Der Bauinvestitionsplan für die Jahre 2014 bis 2025 für den Kulturbereich wird zur Kenntnis genommen.

2. Die Entwicklungskonzeptionen für die LVR-Freilichtmuseen Kommern und Lindlar, den LVR-Archäologischen Park Xanten und das LVR-Industriemuseum werden zur Kenntnis genommen und den notwendigen Schritten zur weiteren Realisierung der Planungen für die Jahre 2014 und 2015 wird zugestimmt.



Punkt 17
Neues Förderverfahren für Kinder mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen (Kindpauschale)
Vorlage 13/2717/1

Herr Dr. Ammermann richtet die Bitte an die Verwaltung, sich sehr intensiv in die Kommunikation der grundlegenden Umstellung des neuen Förderverfahrens über die Kindpauschale einzubringen, um offenkundig bestehende Bedenken ausräumen zu können.
Frau Hötte sagt ein entsprechendes Engagement der Verwaltung zu. So sei beispielsweise eine FAQ-Liste zu dem neuen Förderverfahren in der Bearbeitung, die kurzfristig zur Veröffentlichung kommen werde. Darüber hinaus beabsichtige der Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses, Herr Prof. Dr. Rolle, die Durchführung einer Pressekonferenz, die auch mit einer schriftlichen Presseerklärung begleitet werde.
Frau Detjen bittet zu den Beschlussziffern um getrennte Abstimmung, da die Fraktion Die Linke. den Ziffern 5 bis 7 nicht zustimmen könne.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst zu den Punkten 1 - 4 und 8 - 10 einstimmig sowie zu den Punkten 5 bis 7 mehrheitlich gegen die Stimme der Fraktion Die Linke. folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Zur Fortentwicklung der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern mit Behinderung und von Kindern, die von einer Behinderung bedroht sind, fördert der LVR ab dem Kindergartenjahr 2014/2015 die inklusive Betreuung dieser Kinder in Kindertageseinrichtungen - in Ergänzung der KiBiz-Mittel des Landes NRW – zusätzlich auf freiwilliger Basis durch eine LVR-Kindpauschale in Höhe von 5.000,- Euro pro Kind und Kindergartenjahr. Die Einführung der Kindpauschale ist abhängig von dem in Ziffern 5-7 des Beschlussvorschlags formulierten Wegfall der bisherigen Förderbestandteile für integrative Gruppen, für Einzelintegration und therapeutische Leistungen (teilweise im Kindergartenjahr 2014/2015, gänzlich ab dem Kindergartenjahr 2015/2016).

· die möglicherweise notwendige Materialausstattung.

Die ergänzende freiwillige LVR-Förderung (Kindpauschale) umfasst
· zusätzliche Fachkraftstunden (1/2 Stelle bei 5 Kindern) 2. Zur Verbesserung der Beratung von Eltern sollen auch die Erkenntnisse aus dem zurzeit laufenden Modellprojekt "Bildung von Anfang an" genutzt werden, um hierauf aufbauend ein Gesamtkonzept erstellen zu können.

3. Die LVR-Kindpauschale und die damit verbundene Zusatzförderung wird in Ergänzung und in Kombination mit der KiBiz-Pauschale dann gewährt, wenn die von der Förderung umfassten Maßnahmen (siehe Ziffer 1.) tatsächlich erbracht und nachgewiesen werden.

4. Die Höhe der LVR-Kindpauschale ist für alle Kita-Träger gleich.

5. Die bisherigen LVR-Förderbestandteile für integrative Gruppen (Gruppenpauschale, teilweise Leitungsfreistellung, Erstattung von Elternbeiträgen) sowie die Förderung der Einzelintegration werden ab dem 01.08.2014 (Beginn des Kindergartenjahres 2014/2015) nicht mehr finanziert. Die veranschlagten Haushaltsmittel werden zur Finanzierung der neuen Kindpauschale umgewidmet.

6. Der bisherige LVR-Förderbestandteil therapeutische Leistungen wird teilweise für eine Übergangszeit, die sich auf das Kindergartenjahr 2014/2015 bezieht, zur Deckung der Kindpauschale herangezogen.
7. Ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 (01.08.2015) werden keine therapeutischen Leistungen mehr durch den Landschaftsverband Rheinland finanziert. Die Finanzierung ist anderweitig sicherzustellen, insbesondere über den verpflichteten Kostenträger.

8. Das LVR-Landesjugendamt Rheinland wird sich in die Verhandlungen zur Erreichung eines Rahmenvertrages mit den zuständigen Kostenträgern aktiv einbringen mit dem Ziel, die therapeutische Versorgung der betroffenen Kinder auch in Zukunft ohne Qualitätsverlust sicherzustellen.

9. Die Verwaltung wird beauftragt, in Ergänzung dieses Beschlusses zeitnah Richtlinien für die Beantragung und Verwendung der Kindpauschale zu erarbeiten.

10. Die Umsetzung des neuen Förderverfahrens wird fortlaufend unter Einbeziehung der Regelkommunikation/Freien Träger evaluiert, um zu prüfen, ob die angestrebten Ziele, insbesondere die Verhandlungen mit den zuständigen Kostenträgern, die Ausgestaltung und Dauer der Übergangsphase, der Zielkonflikt zwischen U3-Ausbau und Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, auch für Kinder mit Behinderungen erreicht werden können, und ob die Kindpauschale in ihrer Ausgestaltung angemessen und der Höhe nach unverändert weiter zu gewähren ist. Über die Ergebnisse der Evaluation wird in jeder Sitzung des Landesjugendhilfeausschusses berichtet.


Punkt 18
Therapeutisches Personal an den LVR-Förderschulen
Vorlage 13/3146/1

Auf Nachfrage von Frau Detjen erläutert Frau Wildanger, dass für das Pilotprojekt die Dauer des Kalenderjahres 2014 vorgesehen sei (mit dementsprechend befristeten Zeitverträgen).

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird gemäß Vorlage Nr. 13/3146/1 beauftragt,
1. im Haushaltsjahr 2014 pilotweise die Personalbemessung nach Verordnungslage an drei Projektschulen (LVR-Förderschule Wuppertal, LVR-Christoph-Schlingensief-Schule und LVR-Louis-Braille-Schule) im Umfang einer zusätzlichen Vollzeitkraft umzusetzen,


2. zur Personalbemessung für das Haushaltsjahr 2015 bereits ab Herbst 2013 die Verordnungslage an allen 22 LVR-Förderschulen mit therapeutischem Personal auf der Grundlage des in Vorlage dargestellten neuen Personalsteuerungsmodell zu erheben.



Punkt 19
Rahmenzielvereinbarung Wohnen II
Vorlage 13/3178

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt den Bericht über die Rahmenzielvereinbarung Wohnen II (2009 - 2011) gemäß Vorlage Nr. 13/3178 zur Kenntnis.


Punkt 20
Tagesgestaltende Leistungen
Vorlage 13/3124

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die CDU-Fraktion folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Erprobung der Tagesgestaltenden Leistungen (TGL) wird gemäß Vorlage Nr. 13/3124 bis zum 31.12.2016 fortgesetzt.
Das in diesem Zeitraum erhobene Datenmaterial wird dann erneut ausgewertet und das Nutzungsverhalten und die Nutzerinnen- und Nutzerzufriedenheit werden erhoben.



Punkt 21
Gesetzentwurf der Landesregierung zum Altenpflegesetz und Wohn- und Teilhabegesetz (GEPA NRW)
Vorlage 13/3212

Herr Dr. Ammermann weist darauf hin, dass dieser Gesetzentwurf und die zu erwartenden Rechtsverordnungen u.a. Standardverbesserungen im Altenpflegebereich vorsähen. Damit sei eine erhebliche Kostenbelastung der kommunalen Familie verbunden.
Frau Hoffmann-Badache führt dazu aus, dass die angesprochene Verordnung zum Altenpflegegesetz in der ersten Anhörung beim Land noch nicht thematisiert worden sei. Derzeit liefen aber die Beratungen und sie erwarte den Verordnungsentwurf noch zum Ende diesen Jahres. Vom zuständigen Ausschuss sei eine erneute Anhörung avisiert worden, wodurch sich nach ihrer Einschätzung das Inkrafttreten des Gesetzes aber zeitlich erheblich verzögern werde.
Auf die Frage von Herrn Dr. Ammermann, ob für Investitionen eine Bedarfsfeststellung die Voraussetzung sei, antwortet Frau Hoffmann-Badache, dass dieses Anliegen in der Anhörung durch die kommunale Familie und auch durch die kommunalen Spitzenverbände sehr deutlich zum Ausdruck gebracht worden sei. Diese Investitionssteuerung finde ihre Grenze aber im einschlägigen europäischen Recht, wodurch die abschließende Investitionsentscheidung in den Händen des potentiellen Investors liege.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt den Gesetzentwurf der Landesregierung zum Altenpflegegesetz und Wohn- und Teilhabegesetz NRW (GEPA NRW) gemäß Vorlage Nr. 13/3212 zur Kenntnis.


Punkt 22
Satzung über die Zuweisung von Mitteln der Ausgleichsabgabe an die örtlichen Fürsorgestellen im Rheinland für das Jahr 2014 (Ausgleichsabgabesatzung 2014)
Vorlage 13/3235

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Der Ausgleichsabgabesatzung 2014 wird gemäß Anlage 1 zur Vorlage Nr. 13/3235 zugestimmt.


Punkt 23
Finanzielle Leistungen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe an Einrichtungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - Förderung von Werkstätten für behinderte Menschen
Vorlage 13/3232

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Der Förderung der Werkstattprojekte aus Mitteln der Ausgleichsabgabe wird gemäß Vorlage 13/3232 zugestimmt.


Punkt 24
LVR-Budget für Arbeit;
hier: Übergang 500 plus - mit dem LVR-Kombilohn
Vorlage 13/3216

Nach dem Hinweis von Herrn Dr. Ammermann, dass die CDU-Fraktion dieser Vorlage mit derselben Begründung wie im Sozialausschuss nicht zustimme, spricht sich Herr Kresse für eine Beschlussfassung aus, da auf Basis der vorliegenden Beschlussvorschläge verstärkt Anreize zum Übergang von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt, finanziert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, geschaffen werden können.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird gemäß Vorlage Nr. 13/3216 beauftragt, folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz des Modellprojektes umzusetzen:
• Die Erhöhung des monatlichen Arbeitgeberzuschusses von bisher 70 % auf 80 %

bzw. bei Integrationsprojekten von bisher 20 % auf 30 % des AN-Bruttolohns
• Die uneingeschränkte schriftlich garantierte Rückkehrmöglichkeit in die WfbM
• Die Finanzierung des Lohnkostenzuschusses ausschl. aus Mitteln der

Ausgleichsabgabe
• Die Möglichkeit der stärkeren Beteiligung der WfbM an der Begleitung auf dem

allgemeinen Arbeitsmarkt
• Eine Intensivierung der Steuerungsaktivitäten des Dezernates 7.



Punkt 25
Beteiligungsbericht des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zum 31.12.2012
Vorlage 13/3103

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt den Beteiligungsbericht des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zum 31.12.2012 gemäß Vorlage Nr. 13/3103 zur Kenntnis.


Punkt 26
Tariftreue- und Vergabegesetz NRW und Rechtsverordnung;
hier: Überblick über die gesetzlichen Regelungsinhalte und Umsetzung im Vergabebereich des LVR
Vorlage 13/3275

Herr Althoff weist auf Nachfrage von Herrn Dr. Ammermann darauf hin, dass die zur Regelung der Konnexitätsanforderungen auf Seite 9 der Begründung angesprochene Rechtsverordnung noch nicht vorläge. Trotzdem würden bereits jetzt die dem LVR entstehenden Mehrkosten aufgrund der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen erfasst, um zum gegebenen Zeitpunkt feststellen zu können, ob die vom Land angestrebte pauschalierte Kostenerstattung diese Mehrkosten abdecke.
Kritisch bemerkt Herr Dr. Ammermann zu den vorgesehenen niedrigen Wertgrenzen, dass diese für die Unternehmen mit einem höheren Aufwand verbunden seien. Aus seiner Sicht sei dieser höhere Aufwand insbesondere für kleinere Unternehmen problematisch.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt den Überblick über die gesetzlichen Regelungsinhalte und die Umsetzung im Vergabebereich des LVR zum Gesetz über die Sicherung von Tariftreue und Sozialstandards sowie fairen Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (Tariftreue- und Vergabegesetz NRW – TVgG-NRW vom 10.01.2012) und zur Verordnung zur Regelung von Verfahrensanforderungen zum Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (RVO TVgG-NRW vom 14.05.2013) gemäß Vorlage-Nr. 13/3275 zur Kenntnis.


Punkt 27
Feststellung des Jahresabschlusses für das Haushaltsjahr 2012 des Landschaftsverbandes Rheinland, Beschluss über die Behandlung des Jahresfehlbetrages und Entlastung der LVR- Direktorin
Vorlage 13/3279

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Der Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2012 des Landschaftsverbandes wird gemäß § 96 Abs. 1 Satz 1 GO NRW entsprechend der Vorlage 13/3279 festgestellt.

2. Der in 2012 entstandene Jahresfehlbetrag wird aufgrund der Vorgaben des

§ 75 Abs. 2 GO NRW durch die Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage in Höhe von
22.652.203,87 € gedeckt.

3. Der LVR-Direktorin wird gemäß § 96 Abs. 1 Satz 4 GO NRW die Entlastung erteilt.



Punkt 28
Haushalt 2013


Punkt 28.1
Überplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen von Forderungen des Landes Nordrhein-Westfalen für die Jahre 2009 bis 2011 aus der Abrechnung der Einheitslasten
Vorlage 13/3298

Frau Hötte erläutert den Hintergrund der Vorlage: Mit Abrechnung und Geltendmachung der Zahlbeträge für Einheitslasten für den Zeitraum 2009 bis 2011 durch das Land Nordrhein-Westfalen erwartungsgemäß zum Ende des laufenden Jahres werde sich die noch vorhandene Ausgleichsrücklage des LVR voraussichtlich vollständig aufzehren. Dabei sei zu berücksichtigen, dass sich die Belastung des laufenden Haushaltsjahres durch die zu erwartende Zahllast von ca. 32,0 Mio. € um die in Vorjahren gebildeten Rückstellungen reduziere. Die in vergangenen Haushaltsjahren bilanzierten Rückstellungen für diesen Zweck seien jedoch gleichsam durch die Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage und damit über Eigenkapital des LVR finanziert worden. Somit reduziere sich der über die Mitgliedskörperschaften als Umlage zu erhebende Anteil aus der Abrechnung der Einheitslasten für den Zeitraum 2009 bis 2011 auf ca. 18,4 Mio. €. Die Verwaltung sehe vor, diesen Betrag über eine Bedarfsumlage entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 10 a des Einheitslastenabrechnungsgesetzes (siehe hierzu Vorlage 13/3326 für die Sitzung der Landschaftsversammlung am 16.12.2013) im Haushaltsjahr 2014 umlagewirksam zu erheben.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Den überplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen von Forderungen des Landes Nordrhein-Westfalen aus der Abrechnung der Einheitslasten für die Jahre 2009 bis 2011 in Höhe von ca. 18.425.300 €, höchstens jedoch bis zur Summe der endgültigen Festsetzung, wird zugestimmt.


Punkt 28.2
Bereitstellung von überplanmäßigen Mitteln im Produktbereich 05 Soziale Leistungen
Vorlage 13/3285

Frau Hoffmann-Badache erläutert auf Nachfrage von Herrn Dr. Ammermann zu den Mindererträgen im Bereich der Grundsicherung, dass diese durch die beim LVR im Rahmen der ab 2013 in jedem Einzelfall vorzunehmenden Überprüfung festgestellt worden seien.
Entgegen der bisherigen, auf die Bundesstatistik zurückgehenden Annahmen decke ein größerer als bisher angenommener Anteil der Heimbewohner und -bewohnerinnen ihre Grundsicherung aus (Erwerbsunfähigkeits-) Rentenbezügen selbst. Da damit keine Ansprüche auf Leistungen der Grundsicherung mehr bestünden, entfielen beim LVR insoweit auch die Erstattungsansprüche dem Bund gegenüber.
Herr Dr. Ammermann fragt, ob die dem LVR tatsächlich zustehenden Ansprüche aus der Grundsicherung auch vollständig geltend gemacht würden.
Frau Hoffmann-Badache bejaht die Frage und führt aus, dass die Erzielung von Einnahmen zu einem der Arbeitsschwerpunkte des Dezernates 7 gehöre und hier ein entsprechendes Konzept zur Anwendung komme.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Der Bereitstellung von überplanmäßigen Mitteln im Produktbereich 05 Soziale Leistungen in Höhe von insgesamt 12.200.000,- € wird gemäß Vorlage Nr. 13/3285 zugestimmt.


Punkt 29
Haushaltssatzung für das Jahr 2014 mit Haushaltsplan und Anlagen


Punkt 29.1
Anträge der Fraktionen

Herr Kösling bringt zum Ausdruck, dass es für ihn nicht nachzuvollziehen sei, warum die CDU-Fraktion an den Beratungen zum Haushalt 2014 in den bisherigen Sitzungen der Fachausschüsse nicht teilgenommen habe. Immerhin sei die Terminplanung zum Haushalt 2014 bereits seit Ende 2012 bekannt. Desweiteren habe die CDU-Fraktion Anträge zum Haushalt 2014 erst zum Finanz- und Wirtschaftsausschuss eingereicht, ohne dass diese in den Fachausschüssen vorberaten werden konnten. Er schlage vor, die Anträge 13/293, 296, 299 und 302 zur Beratung in die Fachausschüsse zu verweisen; abgelehnt würden die Anträge 13/289, 297 und 301.
Mit Hinweis auf die Praxis bzgl. der fristgemäßen Zuleitung von Anträgen zum Haushalt zeigt sich Frau Detjen erstaunt über diese Äußerungen. Ihres Erachtens würde das Gebot der Fairness nicht eingehalten, da mit den nun vorliegenden Anträgen zum Haushalt 2014 anders verfahren werden solle als in den Jahren zuvor.
Herr Klemm führt aus, dass im vergangenen Jahr lediglich ein Antrag der Fraktionen von SPD, FDP und Grünen nach Fristablauf gestellt worden sei. Das von Herrn Kösling beschriebene Verfahren sei für ihn die richtige Vorgehensweise für die jetzt anstehenden Beschlussfassungen zum Haushalt 2014.
Dem Vorschlag von Herrn Dr. Ammermann entsprechend werden die nachfolgenden Anträge zum Haushalt 2014 zur Beratung und Beschlussfassung einzeln aufgerufen.


Punkt 29.1.1
Haushalt 2014;
Rahmenvertrag NRW nach § 78 SGB VIII im Sinne der Aufgabenerfüllung der Einrichtungen verhandeln
Antrag 13/263 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Neuverhandlung des Rahmenvertrages NRW nach § 78 SGB VIII als Grundlage für die Entgeltvereinbarungen in den Gesprächen mit den Kommunalen Spitzenverbänden darauf hinzuwirken, dass die Mindestauslastungen nicht von 93% auf 98% angehoben werden.


Punkt 29.1.2
Haushalt 2014
Änderungsantrag zum Antrag 13/264 "Hilfeansprüche für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung bekannt machen"
Antrag 13/297 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss lehnt den Antrag mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE ab.


Punkt 29.1.3
Haushalt 2014;
Hilfsansprüche für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung bekannt machen
Antrag 13/264 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, in einer Publikation in einfacher Sprache darzustellen, welche individuellen Hilfsansprüche für behinderte Schülerinnen und Schüler bestehen.
Darüber hinaus ist hierzu eine Fachtagung zu organisieren, die sich insbesondere an Eltern, Lehrerinnen und Lehrer von GU- und Förderschulen sowie an die Schülerinnen und Schüler selbst richtet.
Desweiteren ist zu prüfen, wie die jeweilige Frühfördereinrichtung auch an allgemeinen Schulen beratend zur Seite stehen kann.



Punkt 29.1.4
Haushalt 2014;
Konzept Kostenübernahme zur Teilnahme an Angeboten von Förderschulen
Antrag 13/265 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Kostenübernahme (Fahrtkosten, Lehrgangskosten) für die GU-Schülerinnen und Schüler, die an Angeboten der Förderschulen teilnehmen (Bsp. Mobilitätstraining, Tastaturkurse etc.), zu entwickeln.


Punkt 29.1.5
Haushalt 2014;
Kompetenz im Bereich Autismus-Spektrum-Störungen stärken
Antrag 13/266 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt aufzuzeigen, in welchen Kliniken welche Kompetenzen im Hinblick auf die medizinische Versorgung von Menschen mit Autismus-Spektrum- Störungen vorhanden sind und wie ggf. eine Vernetzung organisiert werden kann.


Punkt 29.1.6
Haushalt 2014;
Einarbeitungsprogramm Ärztinnen und Ärzte
Antrag 13/267 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den LVR-Kliniken ein Einarbeitungsprogramm für neu eingestellte ausländische Ärztinnen und Ärzte zu entwickeln, das über die notwendige kontinuierliche Verbesserung der Verständigung in deutscher Sprache hinaus insbesondere auf eine fachlich-kulturelle Adaption bestehender Standards in der psychiatrischen Versorgung abzielt.


Punkt 29.1.7
Haushalt 2014
Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung
hier: Änderungsantrag zum Antrag 13/268
Antrag 13/289 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss lehnt den Antrag mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE ab.


Punkt 29.1.8
Haushalt 2014;
Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung
Antrag 13/268 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, in 2014 eine Konzeption zur Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung durch die Fachabteilungen der LVR-Kliniken vorzulegen. In dem Konzept sollten die Fragestellungen nach einer wohnortnahen, patientenzentrierten und sektorübergreifenden Gestaltung der Behandlungsprozesse, nach einer Einbeziehung der Angehörigen bzw. des jeweiligen Lebensumfeldes sowie nach verbindlichen Kooperationen mit den übrigen Leistungserbringern der geriatrischen Behandlung, Rehabilitation und Pflege besonders betrachtet werden.


Punkt 29.1.9
Haushalt 2014;
Integrationsbeauftragte der LVR-Kliniken stärken
Antrag 13/269 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung (Verbundzentrale) wird beauftragt, die Arbeit der unmittelbar bei den Ärztlichen Direktionen der LVR-Kliniken angesiedelten Integrationsbeauftragten der LVR-Kliniken bei der Weiterentwicklung kultursensibler Angebote zu unterstützen, die derzeitigen Aktivitäten zu bündeln und zu optimieren und darüber in regelmäßigen Abständen zu berichten.


Punkt 29.1.10
Haushalt 2014;
Barrierefreie Vermittlung der Fachangebote in der Kulturarbeit des LVR
Antrag 13/270 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der bereits eingeführten Hardware (Audio- und Multimedia-Guides) weitere Inhalte zielgruppenspezifischer Vermittlung (Gebärdensprache, einfache Sprachen etc.) für die LVR-Museen und -Einrichtungen zu entwickeln und zu produzieren. Hierfür sind die notwendigen Ressourchen bereitzustellen.

Auch das Angebot des LVR-Zentrums für Medien und Bildung an barrierefreien Produktionen (Multimedia- und DVD-Produktion) wird fortgesetzt.


Punkt 29.1.11
Haushalt 2014;
Klimaschutzkonzept LVR
Antrag 13/271 SPD, GRÜNE, FDP

Frau Karabaic verneint die Frage von Herrn Dr. Ammermann, ob die einschlägigen landesgesetzlichen Vorgaben zum Klimaschutz bereits vorlägen.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die CDU-Fraktion bei Enthaltung der Fraktion FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt:

1. ein umfassendes und fundiertes Klimaschutzkonzept gemäß der landesgesetzlichen Vorgabe für den LVR zu entwickeln,

2. im Rahmen des Netzwerkes Umwelt weitere Projekte zur Umsetzung der Inklusion zu fördern und zu realisieren (z.B. „leichte Wege“ in den Rheinischen Naturparks, inklusive Vermittlungsangebote erweitern),

3. für die Vermittlung kulturlandschaftlicher Inhalte alle bestehenden Formate und Angebote zu verstetigen (Stadt Land Fluss 2015, KulaDig, Kooperationen durch das Netzwerk Umwelt).

4. Die hierfür benötigten zusätzlichen Ressourcen sind bereitzustellen (PG 032 Kulturlandschaftspflege, PG 036 Umweltschutz).


Punkt 29.1.12
Haushalt 2014;
Arbeitsangebote für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen
Antrag 13/272 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, für den LVR als Arbeitgeber verstärkt Angebote zu entwickeln, die Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen in den Arbeitsbereichen des Landschaftsverbandes qualifizierte Tätigkeiten bieten.


Punkt 29.1.13
Haushalt 2014;
Beschäftigungsmöglichkeiten im LVR für Werkstattbeschäftigte
Antrag 13/273 SPD, GRÜNE, FDP

Herr Dr. Ammermann regt eine Ergänzung des Beschlussvorschlages um die Berichterstattung durch die Verwaltung an.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst bei Ergänzung des Beschlussvorschlages einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, stärker als bisher einfach strukturierte Tätigkeiten als integrierte Werkstattarbeitsplätze anzubieten, die nach erfolgter Qualifizierung auch in Regelarbeitsplätzen münden können und 2014 in der ersten Sitzung der Fachausschüsse nach der Neukonstituierung der Landschaftsversammlung über den Stand der Umsetzung zu berichten.


Punkt 29.1.14
Haushalt 2014;
KipE - Kinder psychisch kranker Eltern
Antrag 13/274/1 GRÜNE, SPD, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse zum Modellprojekt KipE (Kinder psychisch erkrankter Eltern) aufgefordert, ein Konzept zur Verstetigung dieses Projektes über die Versorgungsbereiche der LVR-Kliniken hinaus und eine Informationskampagne bis zur Sommerpause 2014 vorzulegen. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob die Umsetzung dieses Konzeptes an das „Netzwerk frühe Förderung“ angebunden werden kann. Die Verwaltung wird darüber hinaus beauftragt, die für die Formulierung und die für die spätere Umsetzung des Projekts notwendigen Ressourcen bereitzustellen.

Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, die zzt. laufenden Projekte, bei denen die Verhandlungen mit den Mitgliedskörperschaften wegen der Kostenübernahme noch laufen, bis Mai 2014 mit dem bisherigen Volumen zu finanzieren.



Punkt 29.1.15
Haushalt 2014;
Förderung von Kooperationen zwischen Förderschulen, Regelschulen sowie weiteren Projektpartnern zur Unterstützung der Entwicklung eines inklusiven Schulwesens
Antrag 13/275 GRÜNE, SPD, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die CDU-Fraktion folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Projektkooperation von Förderschulen, Regelschulen der Primar- und Sekundarstufe sowie weiteren Projektpartnern zu unterstützen. Dafür sind die entsprechenden Ressourcen bereitszustellen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, inklusive Sportangebote (z.B. Sport- und Spielfeste) zu entwickeln, bei denen neben den Schülerinnen und Schülern der Förderschulen auch Schülerinnen und Schüler aus dem GU und nichtbehinderte Kinder teilnehmen können. Das Wertungssystem der Schadensklassen der Behindertensportverbände könnte dabei berücksichtigt werden.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den Förderschulen und Lehrerinnen und Lehrern aus dem Gemeinsamen Unterricht Angebote zu entwickeln, die schulübergreifend Begegnung, Austausch und Aktivitäten betroffener GU-Schülerinnen und -Schüler ermöglichen und so zu einem Netzwerk im Sinne von Expertise in eigener Sache beitragen.


Punkt 29.1.16
Haushalt 2014;
Geschlechtsspezifische Medikation von Psychopharmaka
Antrag 13/276 GRÜNE, SPD, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE und bei Enthaltung der Fraktion Die Linke. folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, in der ersten Jahreshälfte 2014 eine Fachtagung zur geschlechtsspezfischen Medikation von Psychopharmaka auszurichten.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Qualitäts- und Leistungsberichte der LVR-Kliniken um den Punkt „Darstellung der geschlechtsspezifischen Medikation von Psychopharmaka“ zu erweitern.



Punkt 29.1.17
Ergänzungsantrag zum Antrag Nr.13/278: Haushalt 2014;
"Modellprojekt zur Schaffung von Frauenbeauftragten als Expertinnen in eigener Sache im Rheinland"
Antrag 13/290 Die Linke.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss lehnt den Antrag mehrheitlich gegen die Fraktion Die Linke. ab.


Punkt 29.1.18
Haushalt 2014;
Modellprojekt zur Schaffung von Frauenbeauftragten als Expertinnen in eigener Sache im Rheinland
Antrag 13/278 GRÜNE, FDP, SPD

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Modellprojekt zur Erprobung der Funktion einer ehrenamtlichen Frauenbeauftragten für die Belange von Frauen mit Behinderung als Expertin in eigener Sache zu entwickeln und dem Landschaftsausschuss spätestens Anfang 2014 zur Beschlussfassung vorzulegen.
Hierzu sollen unterschiedliche Modelle in Anbindung an vom LVR finanzierte und/oder getragene Institutionen erprobt werden, z.B. in Anbindung an eine KoKoBe bzw. ein SPZ oder an Einrichtungen wie z. B. den Werkstattrat einer WfbM oder den Heimbeirat einer Wohneinrichtung.
Die Konzeption für das Modellprojekt soll eine Kalkulation des entstehenden finanziellen Aufwandes im Modellzeitraum umfassen und aufzeigen, welche Projektpartner und -partnerinnen gewonnen werden könnten. Auch Perspektiven für eine dauerhafte finanzielle Absicherung dieser Projekte sollen im Modellzeitraum entwickelt werden.
Das Modellprojekt soll in den LVR-Aktionsplan Inklusion aufgenommen werden.


Punkt 29.1.19
Haushalt 2014;
Personalentwicklung und -finanzierung
Antrag 13/280 SPD, GRÜNE, FDP

Herr Dr. Ammermann äußert, dass die CDU-Fraktion im Grundsatz nicht gegen die im Antrag formulierte Optimierung der Geschäftsabläufe sei. Wegen der zwischenzeitlich vorliegenden Unterlagen werde dieser Antrag aber für entbehrlich gehalten und daher abgelehnt.
Herr Runkler weist darauf hin, dass mit diesem Antrag die Verwaltung durch die Vorgabe einer politischen Zielrichtung in ihrer Arbeit gestärkt werden solle.
Frau Detjen bittet um getrennte Abstimmung der beiden Beschlussziffern, da auch die Fraktion Die Linke. der Ziffer 2 nicht zustimmen könne.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst zu Ziffer 1 einstimmig und zu Ziffer 2 mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU, FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE und Die Linke. folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Die Ausbildungsquote von mindestens 7 % sowie die Qualifizierungsquote von 3 % sind beizubehalten mit dem Ziel der Übernahme bei erfolgreichem Abschluss (Auffangen der demografischen Entwicklung).

2. Im Rahmen der umfassenden Optimierung der Geschäftsprozesse und einer kontinuierlichen Aufgabenkritik sind die Dezernatsbudgets und in der Folge die Stellenpläne fortlaufend anzupassen. Hierbei ist zu gewährleisten, dass einerseits neue Aufgaben mit entsprechenden Finanzmitteln berücksichtigt werden und andererseits wegfallende Arbeitsbereiche Budgets und Stellenpläne entlasten. Daraus resultierende flexible Personaleinsätze sind auch dezernats- und einrichtungsübergreifend sicherzustellen.


Punkt 29.1.20
Haushalt 2014;
Werkstätten inklusiv weiterentwickeln sowie Projekte und Modellvorhaben im Bereich Arbeit und Beschäftigung auswerten
Antrag 13/281 FDP, GRÜNE, SPD

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Die Verwaltung wird gebeten, die Aktivitäten einschließlich aller Projekte und Modellvorhaben zum Thema „Behinderte Menschen in Arbeit, Übergang Schule/Beruf“ der vergangenen Jahre aufzulisten, um aufzuzeigen, wie umfangreich die Tätigkeit des LVR in diesem Handlungsfeld ist und welche Ergebnisse hiermit für die Menschen mit Behinderung zur Teilhabe am Arbeitsleben erreicht werden konnten.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, in den Zielvereinbarungen mit den Werkstätten für behinderte Menschen den Übergang von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und die Nutzung der entsprechenden Fördermöglichkeiten (z.B. LVR-Budget für Arbeit/Modellprogramm 500+) verstärkt einzufordern.


Punkt 29.1.21
Haushalt 2014;
Umweltfreundliche Baumaterialien
Antrag 13/282 FDP, GRÜNE, SPD

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, die aktuelle Materialliste der einzusetzenden Baustoffe hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit zu überprüfen. Hierbei sollen auch Baustoffalternativen, welche zur Zeit nicht in der Liste enthalten sind, mit berücksichtigt werden.


Punkt 29.1.22
Haushalt 2014;
Finanzielle Förderung von Ferienmaßnahmen für Menschen mit Behinderung inklusiv weiterentwickeln
Antrag 13/285 SPD, GRÜNE, FDP

Herr Dr. Ammermann führt aus, dass die CDU-Fraktion das Anliegen des Antrages im Grundsatz unterstütze, jedoch nicht hinsichtlich der Kurzzeiturlaube von weniger als 5 Tagen. Der Antrag werde daher abgelehnt.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, zur Förderung einer inklusiven Urlaubsgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderung die bisherigen Kriterien zur Förderung von Ferienmaßnahmen zu überarbeiten und ein Konzept zu entwickeln, welches modellhafte Urlaubsangebote für Menschen mit und ohne Behinderung als gut gelungene Praxisbeispiele fördert. Bei der Konzeption ist zu berücksichtigen, dass auch inklusive Kurzzeiturlaube von weniger als 5 Tagen unter eine Neuregelung fallen sollen. Das Konzept soll der politischen Vertretung im Jahr 2014 zur Beschlussfassung vorgelegt und spätestens ab dem Jahr 2016 umgesetzt werden.


Punkt 29.1.23
Haushalt 2014
Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung weiterentwickeln
Personenzentrierte Arbeit der Heilpädagogischen Zentren (HPZ) der HPH-Netze weiterentwickeln
Antrag 13/299 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss verweist den Antrag einvernehmlich zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse.


Punkt 29.1.24
Haushalt 2014;
Tagesstrukturierende Angebote für Menschen mit Behinderung weiterentwickeln
Antrag 13/286 SPD, GRÜNE, FDP

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Modellprojekt zur Neuausrichtung der Heilpädagogischen Zentren (HPZ) der HPH-Netze

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Modellprojekt zur Neuausrichtung der HPZ durchzuführen, mit dem Ziel, die Angebote der HPZ so zu profilieren und zu qualifizieren, dass für die Besucher und Besucherinnen, die noch nicht im Seniorenalter sind, die Chancen zum Wechsel in eine WfbM verbessert werden:

Für eines der drei HPH-Netze soll budgetneutral für die tagesstrukturierenden Leistungen ein differenziertes Leistungs- und Entgeltsystem entwickelt werden.
Für ein weiteres HPH-Netz soll hierzu eine enge Kooperation mit der oder den regional zuständigen Werkstatt/Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) initiiert werden.

Die Modelllaufzeit soll zwei Jahre betragen und extern aus Mitteln des überörtlichen Trägers der Sozialhilfe evaluiert werden.

2. Vernetzung der tagesstrukturierenden Angebote unterschiedlicher Leistungsanbieter für Menschen mit Behinderung

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Vernetzung der tagesstrukturierenden Angebote unterschiedlicher Leistungsanbieter (Träger) zu erarbeiten und umzusetzen. Die jeweiligen regionalen Werkstätten für behinderte Menschen sollen hierbei soweit wie möglich einbezogen werden. Das jeweilige regionale LVR-HPH-Netz sollte hierbei eine Vorbildfunktion übernehmen.


Punkt 29.1.25
Haushalt 2014: Befristete Beschäftigungsverhältnisse reduzieren
Antrag 13/287 Die Linke.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss lehnt den Antrag mehrheitlich gegen die Fraktion Die Linke. ab.


Punkt 29.1.26
Haushalt 2014;
Sonderbauprogramm für die anstehenden Baumaßnahmen in den kommenden Jahren in den LVR-Förderschulen
Antrag 13/293 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss verweist den Antrag einvernehmlich zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse.


Punkt 29.1.27
Haushalt 2014
Prüfung zur Einführung von Klick-Sonar
Antrag 13/296 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss verweist den Antrag einvernehmlich zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse.


Punkt 29.1.28
Haushalt 2014
Zuschuss für Beschäftigte im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)beim LVR
Antrag 13/298 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss verweist den Antrag einvernehmlich zur weiteren Beratung mit dem Hinweis in die Fachausschüsse, auch das Freiwillige Ökologische Jahr und den Bundesfreiwilligendienst einzubeziehen.


Punkt 29.1.29
Haushalt 2014
Produktgruppe 077
LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe im Rheinland
Antrag 13/301 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss lehnt den Antrag mehrheitlich gegen die Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE ab.


Punkt 29.1.30
Haushalt 2014
Zukünftige Finanzierung der Gebärdendolmetscher beim LVR
Antrag 13/302 CDU

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss verweist den Antrag einvernehmlich zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse.


Punkt 29.2
Ausführungsbestimmungen zum Haushalt 2014
Vorlage 13/3306

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Den Ausführungsbestimmungen zum Haushalt 2014 wird gemäß Vorlage Nr. 13/3306 zugestimmt.


Punkt 29.3
Haushalt 2014
hier: Zuständigkeiten des Finanz- und Wirtschaftsausschusses
Vorlage 13/3133/1

Herr Dr. Ammermann führt aus, dass weder der Vorlage 13/3325 zum Teilhaushalt noch der Vorlage 13/3133/1 zum Gesamthaushalt 2014 zugestimmt werden könne. Nach der 2. Modellrechnung des Landes würden bei Beibehaltung des Umlagesatzes von 16,65 %, aber auch bei dessen Senkung auf 16,5 %, erhebliche positive Basiseffekte zu Gunsten des LVR bei der Landschaftsumlage eintreten. Allerdings würden diese durch Mehrbedarfe weitestgehend wieder aufgezehrt. Zumindest teilweise müssten diese Mehrbedarfe jedoch durch verstärkte Konsolidierungsbemühungen seitens der Verwaltung aufgefangen werden, die er bislang jedoch vermisse. Als Beispiel für unzureichende Konsolidierungsbemühungen führt Herr Dr. Ammermann in diesem Zusammenhang den (mittelfristigen) Aufwuchs von Stellen im Stellenplan an. Auch sehe er ein großes Risiko darin, im Haushalt 2014 auf die Einplanung von Tarif- und Entgeltsteigerungen zu verzichten. Zu bezweifeln sei, dass dieses Risiko mit der Erhebung einer Bedarfsumlage in Höhe von rd. 18 Mio. € zur Wiederauffüllung der Ausgleichsrücklage zu decken sei. Aus den dargestellten Gründen lehne die CDU-Fraktion daher beide Vorlagen ab.

Herr Effertz äußert, dass die CDU-Fraktion nach der soeben ausgeführten Begründung in der Konsequenz eine Erhöhung des Umlagesatzes beantragen müsse, weil nicht alle Risiken in den Planwerten enthalten seien. In Bezug auf den Umgang mit möglichen Tarif- und Entgeltsteigerungen folge der vorliegende Haushaltsentwurf der bisherigen Linie und impliziere damit eine entsprechend restriktive Bewirtschaftung. Nach Auffassung der FDP-Fraktion sei der vorgeschlagene Umlagesatz angemessen. Dem Vorschlag der Verwaltung könne insofern gefolgt werden.

Für Herrn Kösling widerspreche die CDU-Fraktion mit ihrer positiven Haltung zum Preußen-Museum ihren eigenen ablehnenden Ausführungen zum Haushalt 2014.

Herr Klemm fragt nach den konkreten Vorstellungen der CDU-Fraktion zur angemessenen Höhe des Umlagesatzes. Er ergänzt seine Ausführungen um den Hinweis, dass die Anträge von SPD, Grünen und FDP zum Haushalt 2014 insgesamt mit einem zusätzlichen Mittelbedarf von 47.500,00 € verbunden seien. Die Ausweitung des Stellenplans halte er für begründet. Im Übrigen sei es bemerkenswert, dass die Landschaftsumlage seit 2004 -mit Ausnahme von zwei Jahren in Folge der Finanzkrise- stetig reduziert worden sei.

Frau Detjen weist darauf hin, dass auch die Fraktion Die Linke. den Haushalt ablehne, da die Umlagesenkung mit Blick auf die für den LVR verbleibenden Haushaltsrisiken zu hoch ausfalle.

Herr Bayer führt für die Fraktion FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE aus, dass dem Haushalt - trotz verbleibender Kritikpunkte im Detail sowie der grundsätzlich ablehnenden Haltung der Fraktion zur Archäologischen Zone/Jüdischem Museum und zum Industriemuseum - zugestimmt werde. Im Wesentlichen sei hierfür die deutliche Reduzierung des Umlagesatzes ausschlaggebend. Der reduzierte Umlagesatz sei bereits von vielen Mitgliedskörperschaften des LVR in ihren Haushalten berücksichtigt worden.

Herr Dr. Ammermann antwortet auf die Frage von Herrn Klemm nach den Überlegungen der CDU-Fraktion zur angemessenen Höhe des Umlagesatzes, dass dieser wegen derzeit noch nicht exakt bezifferbarer Risiken nicht benannt werden könne. Auch sei der Umfang eventueller Konsolidierungsmaßnahmen nicht bekannt. Die Verwaltung werde aber in ihren Bemühungen unterstützt, den Eigenkapitalverzehr nicht weiter voran schreiten zu lassen. Er sehe die Aufgabe der Verwaltung nunmehr darin, die Entwicklung der Ausgaben, Haushaltsrisiken und Konsolidierungsmaßnahmen weiter zu detaillieren und zu quantifizieren.

Herr Effertz führt aus, dass derzeit nicht bekannt sei, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt die Entlastungswirkungen eines Bundesleistungsgesetzes für den Haushalt des LVR wirksam würden. Daher seien diese konsequenterweise auch nicht Gegenstand des vorliegenden Haushaltsentwurfes für das Jahr 2014 geworden.

Frau Hötte weist darauf hin, dass die Verwaltung die bestehenden Haushaltsrisiken und Veränderungen in den Planungsgrundlagen (über den Veränderungsnachweis) transparent darstelle. Stellenmehrbedarfe seien stets in der Übernahme zusätzlicher Aufgaben oder Aufgabenzuwächsen begründet. Sie erinnert in diesem Zusammenhang beispielsweise an Berücksichtigung eines Stellenmehrbedarfes durch die Übernahme der Versorgungsverwaltung im Jahr 2008 mit einem Stellenvolumen von 200 Stellen. Die Risiken aus eventuellen Tarif- und Entgeltsteigerungen seien als Konsolidierungsziel der Verwaltung zu betrachten, die sich der Erreichung dieses Ziels im Interesse der Mitgliedskörperschaften verpflichtet sehe. In der Vergangenheit seien über entsprechende Bewirtschaftungsverfügungen auch erhebliche Konsolidierungserfolge erzielt worden. Potenzielle Entlastungen aus einem Bundesleistungsgesetz seien in der vorliegenden Haushaltsplanung für das Jahr 2014 bewusst unberücksichtigt geblieben, da bis heute unklar sei, wie und wann welche Entlastungen in der kommunalen Familie ankommen würden.

Frau Hötte stellt dar, dass es einer Erhöhung des Umlagesatzes um 0,4 Prozentpunkte bedurft hätte, um alle Haushaltsrisiken vollständig abfedern zu können. Mit dem jetzt vorgelegten Haushalt unter Berücksichtigung eines gegenüber der Planung reduzierten Umlagesatzes werde dem Umstand Rechnung getragen, dass sich viele Mitgliedskörperschaften mit ihren Haushalten in einem Haushaltssicherungskonzept oder im „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ befänden. Sie fügt hinzu, dass durch die Erhebung einer Bedarfsumlage die Ausgleichsrücklage zwar teilweise wieder aufgefüllt werden könne, nicht jedoch auf deren ursprüngliche Höhe. In diesem Zusammenhang sei ergänzend zu berücksichtigen, dass auch die Allgemeine Rücklage durch die Wertberichtigung der RWE-Aktien im letzten Jahr bereits reduziert worden sei. Zudem seien bei einer Inanspruchnahme der Allgemeinen Rücklage die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, die sehr schnell zu einem Haushaltssicherungskonzept für den LVR führen könnten, zu beachten.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktionen CDU und Die Linke. folgenden empfehlenden Beschluss:

Dem Entwurf des Haushaltes 2014 einschließlich Veränderungsnachweise für die Produktgruppen 014, 037, 038 und 042 im Produktbereich 01, für die Produktgruppe 039 im Produktbereich 02, für die Produktgruppe 073 im Produktbereich 15 und für die Produktgruppe 048 im Produktbereich 16 wird gemäß Vorlage 13/3133/1 zugestimmt.


Punkt 29.4
Einwendungen gegen die Haushaltssatzung des Landschaftsverbandes Rheinland für das Haushaltsjahr 2014
Vorlage 13/3288

Herr Dr. Ammermann bittet zu den Beschlussziffern um getrennte Abstimmung, da die CDU-Fraktion nicht alle Ziffern zustimmen könne.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst zu den Spiegelstrichen 1 und 3 der
Ziffer 3 gegen die Stimmen der Fraktionen CDU und FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE mehrheitlich und ansonsten einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Zu den erhobenen Einwendungen von Mitgliedskörperschaften sowie der Städte Gummersbach und Waldbröl wird gem. Vorlage-Nr. 13/3288 wie folgt beschlossen:

1. Das Ergebnis der aktualisierten Planung zur Höhe des Umlagesatzes wird im

2. Zur Berücksichtigung der Aufwendungen gemäß Einheitslastenabrechungsgesetz (ELAG) ist festzustellen, dass der Aufwand und auch die Auszahlung für die Jahre 2009-2011 eindeutig dem Haushaltsjahr 2013 zuzuordnen sind, folgerichtig wird eine entsprechende Korrektur des auf diesen Zeitraum entfallenden anteiligen Planansatzes für das Haushaltsjahr 2014 über den Veränderungsnachweis vorgenommen. Die Einwendungen werden entsprechend in diesem Punkt anerkannt.

3. Die Einwendungen
werden zurückgewiesen.



Punkt 29.5
Haushalt 2014 einschließlich Veränderungsnachweis
Vorlage 13/3325

Hierzu wird auf die Ausführungen in Punkt 29.3 verwiesen.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktionen CDU und Die Linke. folgenden empfehlenden Beschluss:

Dem Entwurf des Haushaltes 2014 einschl. Veränderungsnachweis wird gem. Vorlage Nr. 13/3325 zugestimmt.


Punkt 29.6
Wirtschaftsplanentwürfe 2014


Punkt 29.6.1
Wirtschaftsplanentwurf 2014 LVR-InfoKom
Vorlage 13/3183/1

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Der Wirtschaftsplanentwurf LVR-InfoKom für das Jahr 2014 einschließlich des Kassenkreditrahmens wird gemäß Vorlage 13/3183/1 festgestellt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, den Wirtschaftsplanentwurf 2014 bis zur Drucklegung noch an die aktuelle Entwicklung anzupassen und gegebenenfalls erforderliche Änderungen ohne Einzelaufführung in den Veränderungsnachweisen bei der Drucklegung des endgültigen Wirtschaftsplanes vorzunehmen, soweit diese Anpassungen keine Auswirkungen auf das ausgewiesene Ergebnis haben.



Punkt 29.6.2
Wirtschaftsplanentwurf 2014 der LVR-Jugendhilfe Rheinland
Vorlage 13/3115/1

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Der Wirtschaftsplanentwurf der LVR-Jugendhilfe Rheinland für das Jahr 2014 einschließlich des Kassenkreditrahmens wird in der Fassung der Vorlage Nr. 13/3115/1 festgestellt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, den Wirtschaftsplanentwurf 2014 bis zur Drucklegung noch an die aktuelle Entwicklung anzupassen und ggf. erforderliche Änderungen ohne Einzelaufführungen in den Veränderungsnachweisen bei der Drucklegung des endgültigen Wirtschaftsplanes vorzunehmen, soweit diese keine Auswirkungen auf das ausgewiesene Ergebnis haben.



Punkt 29.6.3
Wirtschaftsplanentwürfe 2014 sowie Veränderungsnachweise zu den Wirtschaftsplänen 2014 des LVR-Klinikverbundes
Vorlage 13/3248

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Die Wirtschaftsplanentwürfe des LVR-Klinikverbundes für das Jahr 2014 einschließlich der ihnen vorangestellten Betrauungsakte, des Kassenkreditrahmens und der Verpflichtungsermächtigungen werden unter Berücksichtigung der Veränderungsnachweise in der Fassung der Vorlage Nr. 13/3248 festgestellt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Wirtschaftsplanentwürfe 2014 bis zur Drucklegung noch an die aktuelle Entwicklung anzupassen und ggf. erforderliche Änderungen ohne Einzelaufführung in den Veränderungsnachweisen bei der Drucklegung der entgültigen Wirtschaftspläne vorzunehmen, soweit diese keine Auswirkungen auf die ausgewiesenen Ergebnisse haben.



Punkt 29.6.4
Wirtschaftsplanentwürfe 2014 sowie Veränderungsnachweise zu den Wirtschaftsplänen 2014 des LVR-Verbundes Heilpädagogischer Hilfen
Vorlage 13/3258

Frau Hötte antwortet auf Nachfrage von Frau Loepp, dass sie als Kämmerin nach entsprechender Überarbeitung den Wirtschaftsplänen inzwischen beigetreten sei. Im Übrigen obliege die Entscheidung über eventuelle Gewinnverwendungen der politischen Vertretung.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

1. Die Wirtschaftsplanentwürfe der LVR-HPH-Netze Niederrhein, Ost und West für das Jahr 2014 einschließlich der ihnen vorangestellten Betrauungsakte sowie des Kassenkreditrahmens werden unter Berücksichtigung der Veränderungsnachweise in der Fassung der Vorlage Nr. 13/3258 festgestellt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Wirtschaftsplanentwürfe 2014 bis zur Drucklegung noch an die aktuelle Entwicklung anzupassen und gegebenenfalls erforderliche Änderungen vorzunehmen, soweit diese Änderungen keine Auswirkungen auf die ausgewiesenen Ergebnisse haben.



Punkt 30
Anfragen und Anträge


Punkt 30.1
Anträge und Anfragen der Fraktionen
Auswirkungen auf die LVR-HPH-Netze gemäß Vorlage 13/3258
Anfrage 13/50 FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE

Herr Bayer weist mit Blick auf die zum Landschaftsausschuss erbetene schriftliche Stellungnahme darauf hin, dass die Anfragen 13/50 und 13/51 im Landschaftsausschuss thematisiert werden sollen.
Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt die Anfrage Nr. 13/50 zur Kenntnis.


Punkt 30.2
Anträge und Anfragen der Fraktionen
Fehlende Darstellung der anzunehmenden Erhöhung der Vergütungstarife 2014 im Haushalt der LVR-Kliniken und -HPH-Netze
Anfrage 13/51 FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE

Siehe hierzu die Ausführungen zu Punkt 30.1.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss nimmt die Anfrage Nr. 13/51 zur Kenntnis.


Punkt 31
Mitteilungen der Verwaltung

Keine Mitteilungen.


Punkt 32
Verschiedenes

Keine Wortmeldungen.


Krefeld, 07.02.2014

Der Vorsitzende




S c h i t t g e s
Köln, 05.02.2014

Die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland
In Vertretung


H ö t t e

Anlagen:
  • Keine Anlagen vorhanden