LVIS Recherche - Niederschrift
13. Landschaftsversammlung 2009-2014
Niederschrift
über die 12. Sitzung des Krankenhausausschusses 3
am 27.02.2012 in der LVR-Klinik Mönchengladbach
- öffentlicher Teil -
Anwesend vom Gremium:
CDU
Boss, Frank
Diekmann, Klaus
Eckenbach, Jutta
Hohl, Peter
Dr. Leonards-Schippers, Christiane
Meies, Fritz
Nabbefeld, Michael
Schittges, Winfried (MdL)
Sonntag, Ullrich
Thiel-Hedderich, Angelika
SPD
Berten, Monika Vorsitzende
Holzhauer, Albert für Servos, Gertrud
Joebges, Heinz
Kiehlmann, Peter
Dr. Klose, Hans für Ciesla-Baier, Dietmar
Lüngen, Ilse
Nottebohm, Doris
Pohle, Sylvia
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Janicki, Doris
Kresse, Martin
Platz, Dorothea-Luise
FDP
Feiter, Stefan
Dr. Jansen-Winkeln, Anno
Dr. Schreiber, Susanna
Die Linke.
Inderbieten, Georg
FREIE WÄHLER/DEINE FREUNDE
Dr. Flick, Martina
Verwaltung:
LVR-Klinik Viersen
Höhmann, Kaufmännischer Direktor
Dr. Marggraf, Ärztlicher Direktor
Mielke, Pflegedirektor
Rühmkorff (Protokoll)
Sitter, Abteilungsleiter Finanzen
Dr. Spitczok von Brisinski, Fachbereichsarzt der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie
LVR-Klinik Mönchengladbach
Möller, Pflegedirektor
Dr. Rinckens, Ärztlicher Direktor
LVR-Klinik für Orthopädie Viersen
van Haeff, Pflegedirektorin
Prof. Dr. König, Ärztlicher Direktor
LVR-Krankenhauszentralwäscherei
Fechner, Betriebsleiter
Trägerverwaltung
Althoff, LVR-Fachbereichsleiter "Gebäude- und Liegenschaftsmanagement"
van Brederode, LVR-Fachbereichsleiter "Planung, Qualitäts- und Innovationsmanagement"
Heister, LVR-Fachbereichsleiter "Personelle und organisatorische Steuerung"
Landorff, LVR-Fachbereich "Kommunikation"
Lüder, LVR-Fachbereichsleiter "Maßregelvollzug"
Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin "Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen"
Zuhörer
Kleinlützum, Eckard (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

T a g e s o r d n u n g

 

Öffentliche Sitzung
Beratungsgrundlage
1.
Anerkennung der Tagesordnung

 

2.
Niederschrift über die 11. Sitzung vom 13.01.2012

 

3.
Vorstellung des Aufnahmemanagements der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Viersen

 

4.
Qualitäts- und Leistungsbericht des LVR-Klinikverbundes 2010/2011
hier: Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie

 

5.
Energiebericht 2010

 

6.
Bericht über Suizide in den LVR-Kliniken im Jahre 2011

 

7.
Sachstandsbericht zur Vermarktungssituation für die LVR-Klinik Viersen

 

8.
Anträge und Anfragen der Fraktionen

 

9.
Beschlusskontrolle

 

10.
Mitteilungen der Verwaltung

 

10.1.
LVR-Verbundzentrale

 

10.2.
Klinikvorstand LVR-Klinik Mönchengladbach

 

10.3.
Klinikvorstand LVR-Klinik Viersen

 

10.4.
Klinikvorstand LVR-Klinik für Orthopädie Viersen

 

10.5.
Betriebsleiter LVR-Krankenhauszentralwäscherei

 

11.
Verschiedenes

 

Nichtöffentliche Sitzung
Beratungsgrundlage
12.
Niederschrift über die 11. Sitzung vom 13.01.2012

 

13.
Gesamtfinanzierungsplan für den LVR-Klinikverbund
hier: Darstellung der Kreditaufnahme zur Finanzierung des Gesamtfinanzierungsplanes
13/1843

 

14.
Aufwands- und Ertragsentwicklung im IV. Quartal 2011

 

14.1.
IV. Quartalsbericht 2011 der LVR-Klinik Mönchengladbach
13/1940

 

14.2.
IV. Quartalsbericht 2011 der LVR-Klinik Viersen
13/1939

 

14.3.
IV. Quartalsbericht 2011 der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen
13/1941

 

14.4.
IV. Quartalsbericht 2011 der LVR-Krankenhauszentralwäscherei
13/1952

 

15.
Baucontrollingbericht für die LVR-Kliniken Mönchengladbach, Viersen und die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen
13/1892

 

16.
Übersicht über die Vergaben im IV. Quartal 2011 mit einer Vergabesumme ab 10.000 €

 

16.1.
Vergabeübersicht über das IV. Quartal 2011 der LVR-Klinik Viersen, der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen und der LVR-Klinik Mönchengladbach
13/1916

 

16.2.
Vergabeübersicht über das IV.Quartal 2011 der LVR-Krankenhauszentralwäscherei
13/1954

 

16.3.
Vergabeübersicht über das IV. Quartal 2011 des LVR-Fachbereiches 24 für die LVR-Kliniken Mönchengladbach und Viersen und die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen
13/1934

 

17.
Auswirkungen des Maßregelvollzugs auf die Allgemeinpsychiatrie

 

18.
Anträge und Anfragen der Fraktionen

 

19.
Beschlusskontrolle

 

20.
Mitteilungen der Verwaltung

 

20.1.
LVR-Verbundzentrale

 

20.2.
Klinikvorstand LVR-Klinik Mönchengladbach

 

20.3.
Klinikvorstand der LVR-Klinik Viersen

 

20.4.
Klinikvorstand der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen

 

20.5.
Betriebsleiter der LVR-Krankenhauszentralwäscherei

 

21.
Verschiedenes

 

Beginn der Sitzung:10:00 AM Uhr
Ende öffentlicher Teil:11:10 AM Uhr
Ende der Sitzung:11:20 AM Uhr
Die Vorsitzende eröffnet die Sitzung und begrüßt die Anwesenden. Sie stellt fest, dass form- und fristgerecht zu der Sitzung eingeladen wurde.



Öffentliche Sitzung

Punkt 1
Anerkennung der Tagesordnung

Der Tagesordnung wird ohne Änderungswünsche zugestimmt.


Punkt 2
Niederschrift über die 11. Sitzung vom 13.01.2012

Die Genehmigung der Niederschrift wird vertagt auf die nächste Sitzung des Krankenhausausschusses 3 am 21. Mai 2012.


Punkt 3
Vorstellung des Aufnahmemanagements der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Viersen

Herr Dr. Spitczok von Brisinski stellt, unterstützt durch eine Power-Point-Präsentation, das Aufnahmemanagement der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Viersen vor. Er gibt einen Überblick über die Fallzahlen in 2011 und berichtet über die Entwicklung, die wesentlichen Ziele sowie die Aufgaben und Anforderungen an das Aufnahmemanagement. Der Vortrag ist dem Protokoll als Anlage 1 beigefügt.

Auf Nachfrage von Herrn Meies informiert Herr Dr. Spitczok von Brisinski über die häufigsten Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen. Die hohe Anzahl ambulanter Fälle erkläre sich u. a. dadurch, dass im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie kein so breites Netz an niedergelassenen Ärzten wie im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie zur Verfügung stehe, so dass in den Institutsambulanzen mehr Leistung erbracht werden müsse. Des Weiteren betreibe die LVR-Klinik Viersen überregional tätige Spezialambulanzen, wie z. B. für Autismus.

Herr Holzhauer bittet um Auskunft zu den Wartezeiten bis zum Beginn einer Behandlung. Herr Dr. Spitczok von Brisinski erklärt, dass bei Notfällen eine sofortige Aufnahme erfolgen könne. Bei geplanten Behandlungen liege die Wartzeit bei durchschnittlich 3 Monaten. Die LVR-Klinik Viersen liege hiermit nach einer Befragung der Bezirksregierung Düsseldorf aus dem Jahre 2007 im Durchschnitt im Nordrhein-Gebiet. Zu der Frage von Herrn Holzhauer, was in der Zwischenzeit mit einem psychisch erkrankten Kind oder Jugendlichen passiere, erläutert Herr Dr. Spitczok von Brisinski, dass in dieser Zeit entweder eine Behandlung durch niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater oder Psychotherapeuten erfolge oder eine ambulante Behandlung in der Ambulanz der Kinder- und Jugendspychiatrie der LVR-Klinik Viersen durchgeführt werden könne.

Herr Kresse fragt nach, wie häufig bei Eingangsuntersuchungen festgestellt wird, dass statt einer Krankenhausbehandlung eher die Jugendhilfe gefordert wäre und bittet um Information, mit welchen Jugendhilfeeinrichtungen die Klinik zusammenarbeitet. Herr Dr. Spitczok von Brisinski erklärt, dass hierzu keine Zahlen vorliegen, es aber insbesondere bei Notfällen an Wochenenden nicht selten sei, dass aus ärztlicher Sicht statt einer Krankenhausbehandlung eher die Jugendhilfe indiziert wäre. Eine sehr enge Zusammenarbeit bestehe mit der pädagogischen Ambulanz Kaarst, die Verträge mit den meisten Jugendämtern in der Region habe und auch notfallmäßig aufnehmen könne bzw. aus Jugendhilfesicht außerhalb der regulären Arbeitszeiten klären könne, ob eine stationäre Jugendhilfe notfallmäßig notwendig ist. Darüber hinaus bestehe eine gute Zusammenarbeit mit den in dem Einzugsgebiet der LVR-Klinik zur Verfügung stehenden Jugendhilfeeinrichtungen.

Auf Nachfrage der Vorsitzenden im Hinblick auf die patientenorientierte Behandlung erklärt Herr Dr. Spitzczok von Brisinski, dass bereits im Vorfeld einer stationären Behandlung versucht werde die Zuständigkeiten zu klären und somit bereits bei der ambulanten Abklärung möglichst ein Arzt oder Psychologe von der später aufnehmenden Station zur Verfügung stehe.

Die Vorsitzende bittet um Auskunft, ob eine Zunahme einzelner Erkrankungsbilder in den letzten Jahren festzustellen sei. Sie verweist auf eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses in Mönchengladbach und erklärt, dass von Seiten des Jugendamtes eine Steigerung von autistischen Störungen im Bereich des Aspergersyndroms wahrgenommen werde. Herr Dr. Spitczok von Brisinski erklärt, die Frage, ob es sich hier um eine Zunahme handele könne nicht mit Sicherheit beantwortet werden, da heutzutage andere Variablen eine Rolle spielen würden als in früheren Zeiten. Zum Beispiel werde Autismus heute anders definiert und es werde viel häufiger durch Betroffene und Angehörige an das Störungsbild gedacht und spezialisierte Einrichtungen aufgesucht. Auch sei die Kommunikation über das Internet und die Medien verbessert worden. Insgesamt sei festzuhalten, dass - wie durch internationale Häufigkeitsstudien belegt - die Diagnose Autismus heutzutage häufiger gestellt werde.

Herr Dr. Klose erkundigt sich, wie mit Kindern umgegangen wird, deren Eltern psychisch erkrankt sind und stationär aufgenommen werden müssen und ob es in solchen Fällen eine funktionierende Zusammenarbeit mit den Jugendhilfeeinrichtungen gibt. Herr Dr. Spitczok von Brisinski erklärt, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie nur dann eingeschaltet werde, wenn es sich um Kinder handele, die einer kinderpsychiatrischen Behandlung oder Untersuchung bedürfen. Bei gesunden Kindern werde dies zwischen der Erwachsenenpsychiatrie und der Jugendhilfe geregelt. Herr Dr. Rinckens ergänzt anhand eines aktuellen Beispieles, dass die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern sehr gut funktioniere.

Herr Meies führt aus, dass die Situation für Kinder und Jugendliche aufgrund positiver Entwicklungen in den Kindergärten, Schulen und Jugendämtern noch nie so günstig war wie heute, was aus seiner Sicht dazu führen müsste, dass Auffälligkeiten weniger werden und bittet um Information, ob es in der LVR-Klinik Viersen Präventionsmaßnahmen gibt. Herr Dr. Spitczok von Brisinski erklärt, dass es im Bereich der primären Prävention Vorträge in Kindergärten und Schulen gebe, ein breites Programm hierzu jedoch nicht von den Krankenkassen finanziert werde. Im Bereich der sekundären und tertiären Prävention, d. h. wenn Kinder und Jugendliche bereits wegen einer psychischen Störung behandelt werden mussten, sei man im Rahmen einer kontinuierlichen ambulanten Behandlung aktiv.


Punkt 4
Qualitäts- und Leistungsbericht des LVR-Klinikverbundes 2010/2011
hier: Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie
Vorlage 13/1926

Herr van Brederode gibt einen Überblick über den Inhalt und die hinsichtlich ihrer Entwicklung betrachteten Zielfelder des vorgelegten Qualitäts- und Leistungsberichtes und weist insbesondere auf die neu eingebrachte Darstellung des Beschwerdemanagements sowie die gegenüber den Vorjahren differenziertere Darstellung zur Anwendung von Zwangsmaßnahmen in den LVR-Kliniken hin. Bezug nehmend auf die Frage von Herrn Dr. Klose unter Punkt 3 zu der Versorgung von Kindern psychisch kranker Eltern erklärt Herr van Brederode, dass unter Punkt 2.3.5 des Qualitäts- und Leistungsberichtes diese Hilfen ausführlich dargestellt sind.

Herr Holzhauer lobt die übersichtliche und transparente Darstellung in dem vorgelegten Qualitäts- und Leistungsbericht, der eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Zukunft liefere und die Wettbewerbsfähigkeit des Klinikverbundes in der Öffentlichkeit dokumentiere. Er bittet darum, den Bericht in dieser Sitzung zunächst als eingebracht zu betrachten, um eine weitere Diskussion in den Fraktionen zu ermöglichen.

Herr Meies äußert sich ebenfalls positiv über die professionelle Gestaltung des Berichtes sowie die damit verbundene Außenwirkung und bittet um Auskunft, was dieser für die Beschäftigten und die Kommunikation innerhalb des LVR bedeute. Frau Wenzel-Jankowski erklärt, dass dieser Bericht eine gute Informationsgrundlage für die Beschäftigten biete und Anlass geben solle, sich mit den Angebotsstrukturen der einzelnen Kliniken zu befassen. Des Weiteren solle eine breite Diskussion über eine gemeinsame Weiterentwicklung in Gang gesetzt werden.

Herr Kresse bezieht sich auf die Ausführungen von Herrn Holzhauer und bittet ebenfalls darum, die Vorlage das Berichtes in der heutigen Sitzung als erste Lesung zu betrachten und den Qualitäts- und Leistungsbericht in der nächsten Sitzung des Krankenhausausschusses 3 erneut aufzurufen. Gleichzeitig bittet er die Klinikvorstände dann darzustellen, welcher Entwicklungsbedarf in den Kliniken aufgrund des Qualitäts- und Leistungsberichtes gesehen wird.

Die Vorlage gilt als eingebracht und soll in der nächsten Sitzung des Krankenhausausschusses 3 am 21. Mai 2012 erneut beraten werden. Die Klinikvorstände werden gebeten, den aus dem Qualitäts- und Leistungsbericht resultierenden Entwicklungsbedarf für die Kliniken darzustellen.


Punkt 5
Energiebericht 2010
Vorlage 13/1778/1

Herr Althoff erklärt, dass in dem Energiebericht 2010 erstmals die Kliniken ausführlicher dargestellt sind als in den Vorjahren. Unter Berücksichtigung aller Dienststellen des LVR sei festzustellen, dass nach einer Witterungsbereinigung der Heizwerte der Verbrauch insgesamt zurückgegangen sei und der LVR im Vergleich in der Bundesrepublik somit auf einem guten Platz liege. Der absolute Verbrauch sei im Vergleich der Jahre 2009 und 2010 angestiegen, was allerdings auf den starken Winter in 2010 sowie auf einen jährlichen Flächenzuwachs von ca. 2 - 2,5 % zurückgeführt werden könne.

Herr Kresse stellt fest, dass nicht alle LVR-Kliniken mit den gleichen Kennzahlen arbeiten und bittet die Kliniken um eine enge Zusammenarbeit mit dem Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, um hier zu einer einheitlichen Systematik zu kommen.

Herr Höhmann berichtet über die intensiven Bemühungen des LVR, im Rahmen eines groß angelegten Programmes in den 90er Jahren die Energieausnutzung in den Liegenschaften der LVR-Kliniken zu verbessern. Damals seien mehrere LVR-Kliniken mit moderneren Heizanlagen ausgestattet worden, allerdings nicht die Kliniken in Viersen und Mönchengladbach. Herr Höhmann verweist auf die unterschiedlichen Vorgehensweisen in den einzelnen Kliniken des LVR und erklärt, dass an den Standorten Mönchengladbach und Viersen deutlicher Optimierungsbedarf bestehe. Am Standort Viersen werde die Wärme zurzeit überwiegend mit Gas, ersatzweise in geringem Maße mit Öl erzeugt. Die Heizanlage am Standort Mönchengladbach werde mit Öl betrieben. Gemeinsam mit den LVR-Fachbereichen 24 und 84 erfolge zurzeit eine Erhebung, um den derzeitigen Stand in den einzelnen LVR-Kliniken festzustellen und den notwendigen Optimierungsbedarf festzulegen, um im Anschluss daran, ggf. unter Beteiligung einer Fachhochschule, einen Plan zu erarbeiten wie die Kliniken besser aufgestellt werden können.

Herr Schittges bittet um Auskunft, ob in der Vergangenheit - ähnlich wie bereits in vielen Kommunen erfolgt- für die LVR-Kliniken in Mönchengladbach und Viersen Untersuchungen im Rahmen eines Contractings mit Energieversorgern stattgefunden haben, um Einsparungschancen festzustellen und daraus abzuleitende Maßnahmen dann mit der gleichen oder einer ähnlichen Summe zu refinanzieren. Herr Althoff erklärt, dass dies für die Standorte Mönchengladbach und Viersen nicht der Fall sei und in der Verwaltung des LVR ein solches Vorgehen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte vom Einzelfall abhängig gemacht werde.

Herr Dr. Jansen-Winkeln äußert sein Unverständnis darüber, warum nicht innerhalb des LVR eine eigene Contractingfirma gegründet werde, um jede größere Einrichtung mit einem Blockheizkraftwerk auszustatten, wodurch außerdem hohe Renditen erzielt werden könnten.

Auf die Frage von Frau Leonards-Schippers, ob im LVR schon einmal über das Projekt Öko-Profit nachgedacht worden sei, erklärt Herr Althoff, dass sich der LVR bisher auf die EMAS-Projektierung konzentriert habe. Zu der Anmerkung von Herrn Dr. Jansen-Winkeln erklärt Herr Althoff, dass in der Vergangenheit bereits über die Gründung einer eigenen Gesellschaft insbesondere für den Klinikbereich diskutiert wurde und sagt zu, dieses Thema erneut aufzugreifen.

Der Energiebericht 2010 wird gemäß Vorlage 13/1778/1 zur Kenntnis genommen.


Punkt 6
Bericht über Suizide in den LVR-Kliniken im Jahre 2011
Vorlage 13/1946

Frau Wenzel-Jankowski erklärt, mit dieser Vorlage werde nun erstmals zusammenfassend über die Suizide in den LVR-Kliniken berichtet. Sie informiert über den Inhalt der Vorlage sowie über das Ergebnis eines Vergleiches mit Daten aus nationalen Vergleichstatistiken. Trotz des positiven Ergebnisses werde in dem Arbeitskreis "Suizidprophylaxe" weiter intensiv an dem Thema gearbeitet, um die Zahlen so weit wie möglich zu reduzieren.

Frau Nottebohm bedankt sich für den Bericht und bittet um Auskunft, ob für die Mitarbeiter Supervisionen stattfinden und Gespräche mit den betroffenen Angehörigen geführt werden.

Auf die vorgenannte Frage von Frau Nottebohm und der Frage von Herrn Meies zu der unterschiedlichen Anzahl von Suiziden in den LVR-Kliniken antwortet Herr van Brederode, dass diese Zahlen nicht signifikant seien und es sich hier um reine Zufallsprozesse handele. Jeder einzelne Suizid werde nicht nur statistisch dokumentiert, sondern auch durch die Fachaufsicht hinterfragt und gemeinsam mit den Beschäftigten und den Klinikvorständen aufgearbeitet. Zu den Prozessaufgaben gehöre auch, dass die Kliniken zeitnah mit den Angehörigen Kontakt aufnehmen und versuchen, die schmerzhafte Situation aufzufangen.

Herr Dr. Klose erkundigt sich, ob es eine Erklärung dafür gibt, dass die meisten Suizide von freiwillig untergebrachten Patientinnen und Patienten ausgeübt werden. Herr Dr. Marggraf führt aus, dass dies in erster Linie damit zu erklären sei, dass eine überwiegende Anzahl der Patientinnen und Patienten auf freiwilliger Basis behandelt werde. Des Weiteren seien die unter einer gesetzlichen Grundlage untergebrachten Patientinnen und Patienten in der Regel auf einer geschützten Station untergebracht und befänden sich in einem intensiven Setting.

Der Bericht über Suizide in den LVR-Kliniken im Jahre 2011 wird gemäß Vorlage Nr. 13/1946 zur Kenntnis genommen.


Punkt 7
Sachstandsbericht zur Vermarktungssituation für die LVR-Klinik Viersen
Vorlage 13/1930

Herr Althoff nimmt Bezug auf seinen Bericht in der Sitzung des Krankenhausausschusses 3 am 12.09.2011 und erläutert ausführlich den in der Vorlage dargestellten aktuellen Sachstand sowie die Planungen in 2012.

Herr Meies lobt die hervorragende Zusammenarbeit des LVR mit der Bauverwaltung der Stadt Viersen. Es werde sehr intensiv und professionell an dem Thema gearbeitet. Die Stadt Viersen habe aus städtebaulicher Sicht ein großes Interesse daran, wie eine weitere Nutzung des Geländes aussehen könne.

Auf Nachfrage von Frau Nottebohm und Herrn Dr. Jansen-Winkeln, wer für die Erstellung des Rahmenplanes verantwortlich ist, erklärt Herr Althoff, dass dieser durch das Büro Pesch & Partner aus Herdecke erstellt werde. Im Anschluss daran werde die Stadt Viersen, bei der auch das Planungsrecht liege, gemeinsam mit der Verwaltung des LVR Eckdaten über die künftige Nutzung des Arreals festlegen und dies dann mit der Öffentlichkeit abstimmen.

Der Sachstandsbericht zur Vermarktungssituation für die LVR-Klinik Viersen wird gemäß Vorlage Nr. 13/1930 zur Kenntnis genommen.


Punkt 8
Anträge und Anfragen der Fraktionen

Es liegen keine Anträge und Anfragen vor.


Punkt 9
Beschlusskontrolle

Die Beschlusskontrolle wird wie vorgelegt zur Kenntnis genommen.


Punkt 10
Mitteilungen der Verwaltung


Punkt 10.1
LVR-Verbundzentrale

Keine Wortmeldungen.


Punkt 10.2
Klinikvorstand LVR-Klinik Mönchengladbach

Keine Wortmeldungen.


Punkt 10.3
Klinikvorstand LVR-Klinik Viersen

Keine Wortmeldungen.


Punkt 10.4
Klinikvorstand LVR-Klinik für Orthopädie Viersen

Keine Wortmeldungen.


Punkt 10.5
Betriebsleiter LVR-Krankenhauszentralwäscherei

Keine Wortmeldungen.


Punkt 11
Verschiedenes

Keine Wortmeldungen.


Mönchengladbach, den 10.05.2012

Die Vorsitzende



B e r t e n
Viersen, den 27.03.2012

Vorsitzender des Klinikvorstands




H ö h m a n n

Anlagen: